Mission Projekte Notizen Fotos

Das Gebiet der Mission

    AlbanienZur Zeit ist unser Arbeitsraum in der Region von Pogradec. Diese Stadt liegt im Südosten Albaniens, direkt an der Grenze zu Mazedonien, die durch den bekannten Ohridsee gebildet wird. Pogradec hat eine lange Tradition als Urlaubsdomizil, der See lockt viele Urlauber aus anderen albanischen Städten wie Tirana, Elbasan und demWeitere Bilder nahegelegenen Korca Umgeben von Bergen liegt Pogradec, ca. 750 m über dem Meeresspiegel. Der See selbst ist etwa ebenso tief, während manche Dörfer in den Bergen bis zu einer Höhe von 1300m zu finden sind.

 

Die Dörfer, in denen wir arbeiten:

 

    Stropcke; ungefähr 10 km von Pogradec entfernt, ca. 900 m über dem Meeresspiegel, ist unser nahegelegendstes Dorf.  Es ist ein reiches Dorf, wo Weintrauben und Obst angebaut werden können dank eines Speichersees, der in heißen Monaten die umliegenden Dörfer mit Wasser versorgt.Region von Pogradec.

    Cerrave; liegt ungefähr 12 km weit entfernt von der Stadt, 850 m über dem Meeresspiegel. Cerrave bildet ein wichtiges Zentrum für andere kleine Dörfer und befindet sich an der einzigen Nationalstraße.

    Blace; wurde auf einer Hochebene von Bergleuten angelegt, die früher im nahegelegenen Bergmassiv des "Mal i Thate" arbeiteten. Es liegt circa 1000m über dem Meeresspiegel. Heute ist die einzige Geldquelle fürs Leben, wie auch in allen anderen Dörfern, die Landwirschaft.

    Bratomire; es liegt circa 20 km weit entfernt von Pogradec, am Fuß der Berge und 1100 m über dem Meeresspiegel. Es ist das ärmste Dorf, ohne Wasserversorgung. Die Bedürfnisse der Familien zwingen die meisten Männer zur illegalen Emigration in die Nachbarländer. Leshnice; dort haben wir letztens erst mit unserer evangelischen Arbeit angefangen. Es liegt zwischen den Dörfern Stropcka und Cerrave, 10 km weit entfernt von Pogradec.

     

Wie ist die Mission entstanden?

 

    Im Jahre ’93/’94 kam Pastor Emanuel Enke, zusammen mit der Gruppe "Jugend mit einer Mission" nach Pogradec um Gruppe "Jugend mit einer Mission" mit Emanuell.das Evangelium der Hoffnung zu bringen. Nachdem er einige Dörfer besucht, und dort das Wort Gottes gepredigt hatte, beschloss er, wieder hierher zurückzukoommen und, zusammen mit drei Teams von der apostolischen Kirchen in Deutschland,  Schulen zu sanieren, die in den Dörfern Stropcka, Bratomire und Blace fast zerstört waren.

    Im Juli ’93 arbeiteten diese drei Gruppen unaufhörlich, einen Monat lang, nicht nur auf praktischem Gebiet beim Wiederaufbau der Schulen, sondern hauptsächlich auch durch Predigt des Wort Gottes. Während dieser Monate fanden auch die ersten Taufen im See von Pogradec statt. Bruder Enke verfolgte die Entwicklung aufmerksam und entschied sich, zusammen mit seiner Frau Karla für eine kurze Zeitperiode in diesem Gebiet zu leben um das, was angefangen wurde, weiter zu bringen. Eine der wichtigsten gesellschaftlichen Beiträge des Pastors Enke war der Kauf eines Tanklastwagens, finanziert von der Kirche in Deutschland, um Trinkwasser nach Bratomire zu transportieren.

    Im Jahr ’95 fanden weitere Taufen statt, vor allem wurden junge Leute aus Stropcka getauft. Für Pastor Enke mit seinen damals 68 Jahren war der Dienst sehr anstrengend, deshalb sah er sich nach einem anderen Ehepaar um, das ihn ersetzen sollte, aber ohne Erfolg. Und so führte Gott ihn weiter nach Italien, wo er in der apostolischen Kirche bei der „Nationalen Konvention“ im März ’96 sein Anliegen vortrug.

Das wurde zu einer Herausforderung für die Arbeit der apostolischen Kirche in Italien, besonders für Pastor EliaPr. Elia Landi Landi (Nationaler Sekretär für die Mission, heute Präsident der apostolischen Kirche in Italien), der zusammen mit der Gemeinde von Grosseto alles für eine erste "Forschungsreise" nach Albanien vorbereitete. Er wollte sich vor Ort informieren.

    Nach dieser Reise, suchte der Nationalrat ein junges Ehepaar aus der Apostolischen Kirche, die bereit wären, innerhalb eines Jahres oder anderthalb Jahren nach Albanien zu fahren, um dort die Verantwortung von Pastor Enke zu übernehmen. Im Januar ’97 fand eine Versammlung der Exektuivrates und der verschiedenen in Frage kommenden  Ehepaare statt, und die Angelegenheit wurde zusammen diskutiert. Ein Ehepaar stellte sich bald heraus: Sandro und Luciana Sardella, die schon seit vielen Jahren im evangelistischen Dienst tätig waren.

Bei der Versammlung des Nationalrates im Februar ’97, wurde beschlossen, dass das Ehepaar Sardella nach Albanien umziehen sollte.

    Genau in diesen Tagen, an denen dieses Mandat gegeben wurde, brachen in Albanien, verursacht den finanziellen Zusammenbruch der Pyramidenfimen, landesweite Unruhen aus. Die Abreise musste verschoben werden.

    Als sich die Zustände in Albanien wieder beruhigt hatten, im Dezember ’97, besuchte der Pastor Enke die albanischen Gläubigen. Erst im Mai ’98 war es Sandro und Luciana Sardella möglich, in Begleitung vom Ehepaar Land die Arbeit in Albanien zu besuchen. Nun musste eine Wohnung gefunden werden und das Datum der Ausreise musste bestimmt werden.  Durch Gottes Hilfe konnte alles Notwendige während dieses Besuchs gefunden werden: Eine Wohnung , die Schule für Carlo (den älteste Sohn), und Kontakte mit anderen Missionen und Gemeinden am Ort. Gleich nach ihrer Rückkehr wurde mit den Vorbereitungen für den Umzug im September '98 begonnen, wobei viele Geschwister aus verschiedenen Gemeinden tatkräftig mithalfen.

Die Entwicklung (der Verlauf)

 

Das Ehepaar Sardella erzählt:

 

    Unsere Arbeit auf den Dörfern hat im September ’98 angefangen. Die erste Sache, die getan werden sollte, war die Einrichtung von wöchentlichen Treffen und eine Bestandsaufnahme der bestehenden Situation in den Dörfern Stropcke, Bratomire und Blace. Für uns war es sehr wichtig, die Möglichtkeit zu haben, als Nachfolger von Pastor Enke von den Gläubigen hier angenommen zu werden. Das zweite Anliegen war, so schnell wie möglich die albanische Sprache und die Traditionen des Landes zu lernen, die sich sehr von unserer Lebensart unterschieden.

StropckeAlles, was nach dieser Periode kommt, könnt ihr ausführlich auf dem lesen.

Bis Ende September ’99 war der Zustand der Gruppen überhaupt nicht positiv. Ungefähr ein Jahr lang kamen zu den Treffen in Stropcka nicht mehr als drei Personen; nach einigen Monaten entstand auf dem Dorf Bratomire ein Konflikt zwischen dem Hausbesitzer, wo wir Gäste waren, und den Moslems im Dorf; in Blace ergaben sich Kontakte mit einigen Familien.

Aber in der Zeit der Kosovoflüchtlinge, März-Juli 1999, hat Gott Sando offenbart, dass er Räumlichkeiten neben der Kirche in Stropcka schaffen sollte. Genau im September, als dieses Gebäude im Bau war, begannen einige der von Pastor Enke getauften Gläubigen und andere Jugendliche die Treffen zu besuchen. Aber, gerade als es in  Stropcka aufwärts ging, lief es in Bratomire sehr schlecht; wir hatten keinen Platz mehr für unsere Treffen und die Personen, die an diesen Treffen teilnahmen, waren zwei oder höchtstens drei. Die Schwierigkeiten durch die Moslems nahmen zu, besonders durch einige fanatischenJugendliche, die wiederholt die Reifen unseres Jeep löcherten, die Straße mit großen Steinen sperrten und viel Lärm während der Treffen mit den kleineren Kindern machten.

Aber Gott sei Dank änderte sich diese Situation. Wir bekam die Einladung von einer Schwester, unsere Treffen inBratomire ihrem Haus zu machen und bekamen so die Möglichkeit mit allen alten Bewohnern des Dorfes zu sprechen. Aber auch der Konflikt mit den moslemischen Jugendlichen löste sich, von diesem Tag an haben sie uns nicht mehr gestört. 

Einige Zeit danach (April 2000), nach vielen Gebeten, öffnete Gott den Weg nach Dorf Cerrava und gleichzeitig begannen wir auch mit Versammlungen in unserem Haus in Pogradec mit einer Familie, die Jesus als den einzigen Retter angenommen hat, da wir auch dem ältesten Sohn geholfen haben. Wegen einer Fraktur am Arm war für diesen Jungen ein schwieriger chirurgischer Eingriff nötig.  Wir haben ihn zu einer Spezialklinik in Mazedonien gebracht, wo er operiert wurde. Unser Dank dafür geht auch an die MNA,  eines christlichen medizinischen Vereins, der den größten Teil dieses Eingriffes finanziert hat.

Die Treffen in Pogradec wurden zeitweise unterbrochen, weil unsere Freunde die Möglichkeit bekamen für eine Zeit nach Griechenland zu gehen um dort zu arbeiten. Aber als sie zurückkamen haben wir wieder mit unseren regelmäßigen Versammlungen weitergemacht.

 

Die Missionare

 

    Fangen wir an mit der Vorstellung von der Jüngsten in der Familie Sardella: Ester, geboren in Rom Familie Sardellaam 24. Oktober 1996; dann Carlo, geboren in Rom am 19. August 1989; dann kommt die Chefin des Hauses, Luciana, geboren in einem kleinem Ort (Borello CH) am 22. Oktober 1966; und am Ende, der Älteste, Sandro, geboren in Rom am 5. Februar 1962.

Bis zur unserer Bekehrung zu Jesus im Jahr 1998 wurden wir wiederholt von Gott angesprochen. Wir haben im evangelistischen Dienst und in verschidenen Aktivitäten der Gemeinde in einer kleinen Stadt in der Nähe von Rom, in Ladispoli. Doch mehr und mehr weitete unser Aufgabenbereich aus in den Distrikt Rom und der überregionalen Arbeit im ganzen Land.

Aber wann hat dieses Projekt Gottes für uns persönlich  angefangen?Das Ganze begann im Konvent zu Ostern ’91, als Gott in den Kirchen in Italien das Anliegen der Mission in anderen Ländern, in Griechenland, Jugoslawien und Albanien erweckte.

 

Sandro:

    "In diesem Moment verspürte ich plötzlich einen innerlichen Segen, der in mir die Liebe für diese Nation erweckte, die ich bis jetzt nicht kannte und nicht einmal wusste, wo sich dieses Land auf der Landkarte befand. Sicherlich war es für mich noch nicht an der Zeit gewesen, an eine missionarische Aktivität zu Sandrodenken. Viele Jahre lang habe ich nicht einmal  mehr an diesen innerlichen Aufruf gedacht, bis zu dem Moment, in dem während eines Dienstes in der Gemeinde von Puglia (ich glaube im Juni 1994) Gott in mir das Interesse für diese Nation wieder anzündete, das sich nur einige Kilometer weit entfernt über dem Meer lag.

Seit diesem Moment hat mir Gott viele Zeichen gegeben, immer wieder, um die Vision Albaniens für mein Leben und das Leben meiner Frau zu bestätigen.

An Ostern ’96, in der Nationalversammlung, wo auch unsere Einsegnung zum evangelistischen Dienst stattgefunden hat, haben Pastor Emanuel Enke und seine Frau die Arbeit der Mission in Albanien beschrieben und ihre Suche nach Nachfolgern beschrieben. Das gab meinem Wunsch Nahrung, diese Mission in Albanien zu besuchen. Nach einigen Monaten waren wir „zufällig“ in Grosetto um die Abschlußprüfung der C.S.T. abzulegen (Biblische Fernschule), und da sahen wir, daß die Gemeinde einen wunderbaren Basar organisiert hatte, um Finanzen für eine "Entdeckungsreise" nach Albanien zu sichern, an der einige Geschwister teilnehmen würden.  In diesem Moment dachte ich, dass das Ehepaar für Albanien schon gefunden wäre und sagte erst einmal nichts. Erst als Bruder Elia nach der Rückreise eine Anzeige aufgab, in der ein Ehepaar gesucht wurde, das bereit wäre nach Albanien zu gehen, da gab es für mich keinen Zweifel mehr, dieses Ehepaar waren ich und meine Frau. Eine Schwierigkeit gab es noch zu bewältigen: Eine der Bedingungen für die Aussendung war die Beherrschung der englischen Sprache, was weder ich noch meine Frau damals konnten.

Nach einigen Monaten, traf ich an meinem Arbeitsplatz einige Albaner, denen ich viele Fragen zu ihrem Land stellen konnte. Je mehr ich mit ihnen sprach, desto klarer wurde mir Gottes Wille: daß wir diejenigen sein würden, die in dieses Land, das das Evangelium brauchte, gehen mussten. Eines Abends kam ich nach Hause und sagte meiner Frau, dass sie das Gepäck vorbereiten sollte, weil Gott uns in Albanien brauchte. Natürlich war das für sie sehr schwer zu akzeptieren, da sich an der Zeit die Geburt von Ester näherte."

 

Luciana:

    "Tatsächlich muss ich zugeben, dass es für mich nicht so einfach war; ich wollte dem Willen Gottes gehorchen, aber zwischendurch hatte ich auch wieder viele Zweifel: Und wenn es nicht Gottes Wille wäre? Und die Kinder? Der Gedanke, in einem Land mit vielen ökonomischen und gesellschaftlichen Problemen zu leben, machte mir Sorgen. Jeden Tag betete ich zu Gott, dass er mir helfen sollte seinen Willen zu erfüllen und das albanische Volk zu lieben. Er, mit Seiner Liebe, war immer bei mir und hat mich ermutigt die Herausforderung anzunehmen. Schon bei meiner ersten Reise nach Albanien, als wir das Volk näher kennenlernen wollten, die Nöte sahen und die Geschwister trafen, die so innig beteten, da schmolz mein Herz wie Schnee in der Sonne. Endlich hörte auch ich selbst den Ruf Gottes, nach Albanien zu kommen. Innerhalb einer Woche ist es uns gelungen alle notwendigen praktischen Sachen zu ordnen, die wir für unseren Umzug nach Pogradec brauchten. Wir haben eine große und bequeme Wohnung gefunden, in der wir auch wiederholt  Geschwister aus Italien, Deutschland oderLuciana in Berlin mit Linda. Amerika unterbringen konnten. Außerdem, und das war eine Sache, die mir viele Sorgen machte, fanden wir auch eine tolle Schule für Carlo. Genau in diesem Jahr, eröffnete die Stiftung Nehemia eine Privatschule, die neben den normalen Unterrichtsstunden auch Computer-, Englisch-, Deutsch- und Musikkurse u.a anbietet. Ein Jahr später hat Nehemia einen Kindergarten eröffnet, wohin Ester problemlos gehen konnte. Wieder einmal hat Gott gezeigt, dass er alles kann, und wenn wir Seinem Wille gehorchen, kümmert er sich um uns und unsere Familie."


PER LA GLORIA DEL SIGNORE GESU'Für jeden direkten Kontakt mit der Mission, schreiben Sie an: Sandro Sardella

Für weitere Informationen, Spenden oder Angebote wenden Sie sich bitte an: Apostolische Kirche in Albanien E-mail per il Centro Nazionale

Die Apostolische Kirche in Albanien ist Mitglied der Il VUSH l'organo ufficiale dell'Alleanza di chiese e organizzazioni missionarie evangeliche che operano in Albania. Evangelischen Allianz Albaniens und der Stiftung Nehemia è una delle più grandi e prime fondazioni che lavorano in Albania dal '91. Oltre ad un grande lavoro sociale sostengono varie missioni nei più svariati bisogni.